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Wie werden Zahnkronen Schritt für Schritt im Dentallabor hergestellt?

Wie werden Zahnkronen Schritt für Schritt im Dentallabor hergestellt?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Zahnkronen hergestellt werden? Wir führen Sie durch die einzelnen Schritte, in denen Zahnkronen in einem Dentallabor entstehen. Der Prozess vom Bissabdruck bis zum Endprodukt dauert 3–4 Wochen oder länger, wenn Sie mehrere Kronen benötigen.

Insgesamt sind für die Fertigstellung einer traditionellen Krone zwei bis drei Zahnarztbesuche erforderlich. Nach dem ersten Besuch senden die Zahnärzte Abdrücke der natürlichen Zähne des Patienten an das Labor, wo Zahntechniker die Kronen anfertigen. Dank des technologischen Fortschritts ist es heute auch möglich, Kronen an einem Tag mit moderner CEREC/CAD-CAM-Technologie herzustellen.

In diesem Artikel finden Sie eine ausführliche Beschreibung beider Verfahren. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Kronen von Zahntechnikern in Dentallaboren für ein Smile-Makeover vorbereitet werden.

Wie werden Kronen hergestellt?

Die Anfertigung einer dauerhaften Krone erfordert aus verschiedenen Gründen viel Planung und technisches Fachwissen. Bei Ihrem ersten Termin beim Zahnarzt wird festgelegt, wie viele und welche Art von Kronen Sie benötigen. Zu den beliebten Optionen gehören Vollkeramikkronen, Metalle und Kunststoffe. Der Zahnarzt prüft außerdem, ob Karies vorliegt und ob vor dem Einsetzen der Krone eine Wurzelbehandlung erforderlich ist. Der erste Schritt besteht darin, die Zähne vollständig für einen vollständigen Zahnabdruck zu beurteilen.

Der Abdruck (manuell oder digital) wird an ein Dentallabor weitergeleitet, wo die Techniker mit der Kronenherstellung beginnen. Vor dem 18. Jahrhundert standen zur Versorgung der Frontzähne nur Metallkronen wie Edelstahl- oder Goldkronen zur Verfügung. Heute sind jedoch dank des rasanten Fortschritts in der Zahntechnik auch Keramik, Kunststoffe und andere Kronenmaterialien problemlos erhältlich.

Es gibt zwei Methoden, um Kronen im Labor herzustellen:

  • Traditionelles Verfahren: heißgepresst oder gebrannt
  • Modernes Verfahren: gefräst/CEREC oder digital

Traditionelles Verfahren: Heißgepresst oder gebrannt

Das älteste und gängigste Verfahren zur Herstellung von Kronen ist das Heißpressen oder Wachsen. Der Prozess beginnt mit einem Bissabdruck, mit dem der Zahnarzt die Zahnmaße ermittelt. Von dort übernimmt das Labor und beginnt mit der Erstellung der Gussform. Der weitere Ablauf gestaltet sich wie folgt:

  • Zahnabdruck
  • Erstellung der Gussform
  • Wachsmodellierung und Randgestaltung
  • Schichtungs- und Polierverfahren

Bevor das Labor mit der Kronenherstellung beginnt, benötigt es zunächst einen vollständigen Bissabdruck des Patienten. Anschließend beschleift der Zahnarzt den Zahn, um Platz für die Krone zu schaffen. Als allgemeine Regel gilt, dass von allen vier Seiten 2–3 mm der Zahnsubstanz abgetragen werden. Ein Abdruckgips enthält Gipspulver (Calciumsulfat-Hemihydrat) und Wasser. Mit diesem Gips können Zahnärzte schnell und präzise einen Abdruck der oberen und unteren Zähne nehmen. Die Techniker nehmen dann einen Löffel, gießen die Mischung ein und nehmen rasch einen 3D-Abdruck, bevor diese aushärtet.

Sobald der Abdruck fertig ist, erhält das Dentallabor von der Klinik Empfehlungen zu Größe und Form. Bitte beachten Sie, dass Techniker und Zahnarzt während dieses Prozesses in Kontakt bleiben. So können beide Fachleute ihr Bestes für den Patienten geben.

Der nächste sehr wichtige Schritt ist die Erstellung der Gussform, ein weiterer Abdruckgips für die Zahntechniker. Diese Form ist härter als die vorherige, da sie als Modellgips dient. Ein Modellgips ermöglicht es den Technikern, schnell und problemlos Änderungen vorzunehmen. Zahnärzte nennen ihn „Modell“, und er bildet eine ganze Zahnreihe nach, die Zahnärzte auch zur Untersuchung verwenden. Ein „Stumpf“ hingegen ist ein Abbild des betroffenen Zahns, das vom Zahnmodell getrennt wird.

Das obige Bild zeigt, wie ein Zahnmodell oder eine Gussform in unserem Dentallabor aussieht. Sie dienen den Technikern als Modelle, sodass sie problemlos Änderungen vornehmen können.

Wachsmodellierung und Randmarkierung

Nach der Anfertigung einer vollständigen Zahngussform folgen die Vorbereitungen für eine Wachsform oder ein Wachsmodell für den Zahn, der eine dauerhafte Krone benötigt. Einfach ausgedrückt dient das Modell als Bauplan für die richtige Passform. Das Wachs wird von Hand aufgetragen oder ein Techniker taucht es zur Bildung einer sauberen Schicht in einen mit Wachs gefüllten Behälter.

Sobald das Wachs abgekühlt ist, beginnen die Zahntechniker mit der Markierung des Modells. Für eine präzise und komplikationsfreie Passform ist es notwendig, jeden Winkel und Punkt zu markieren. Ein Stumpfdistanzlack ermöglicht es den Technikern, den Abstand zwischen Krone und Originalzahn zu markieren. Es ist wichtig, diesen Abstand zu markieren, da der Zahnarzt die Krone so sicher mit Zahnzement befestigen kann. Daher können wir ihn als Befestigungspunkt bezeichnen.

Nach der Erstellung und Markierung der Wachsform gießt ein Techniker das gewünschte Material hinein. Bei Keramikkronen enthalten die Materialien Lithiumdisilikat, Zirkonoxid oder andere Glaskeramiken. Eine Brenn- oder Pressmaschine wird verwendet, um die Materialien in Zahnform zu verfestigen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, gehen die Techniker zum Schichtungsverfahren über.

Der erste Abdruck ermöglicht den Technikern außerdem die Herstellung einer weiteren Form, der sogenannten „Einbettmasse“. Die Einbettmasse ist eine Form, die hohen Temperaturen standhalten kann, wenn das Wachs im Gussofen schmilzt. Bestimmte Materialien erfordern für die Formgebung hohe Temperaturen, weshalb die Einbettmasse eine wichtige Rolle spielt. Eine Einbettmasse enthält Calciumphosphat, Siliciumdioxid und bestimmte weitere Hilfsstoffe. Einbettmassen sind für Einzel- und Mehrfachrestaurationen im Labor verwendbar.

Der letzte Schritt ist entscheidend, da die Schichtung die endgültige Ästhetik einer Krone bestimmt. Zunächst wählt ein qualifizierter Prothetiker den richtigen Farbton für den Patienten, der gut zur natürlichen Zahnfarbe passt. Wir haben die Farbkriterien für Zahnrestaurationen bereits geteilt, sodass Sie eine ungefähre Vorstellung vom Prozess bekommen. Nach der Farbauswahl erhalten die Labore die entsprechenden Angaben und die Techniker beginnen mit dem Schichtungsverfahren.

Schichtung bedeutet, den Zahn auf natürliche Weise mit einer Schmelzschicht und einer oder zwei Dentinschichten aufzubauen. Der Prozess ist nach dem Auftragen einer Schicht Acrylpolymer abgeschlossen, das der Krone ein poliertes Aussehen verleiht. Die Techniker bemühen sich, die Krone so realistisch wie möglich aussehen zu lassen, indem sie am Ende einige letzte Feinheiten für eine natürliche Farbanpassung hinzufügen. Die Krone muss sich für ein schönes Lächeln in die natürlichen Zähne einfügen.

Hier ist eine einfache Demonstration, wie Kronen geschichtet und poliert werden:

Gefräst/CEREC oder digital (modernes Verfahren)

Die Fortschritte in der Zahntechnik ermöglichen es den Fachleuten, schneller und flexibler zu arbeiten. Daher gibt es heute Möglichkeiten, eine Krone an einem Tag zu erhalten. Ein Großteil dieser Verbesserungen ist durch die Integration digitaler Technologie möglich. Heute verfügen wir über die CAD/CAM-Technologie, mit der Zahnärzte mit einem Intraoralscanner schnell digitale Zahnabdrücke erstellen können. Die Kameras ermöglichen es den Zahnärzten, präzise Abdrücke zu erhalten, anstatt wochenlang auf Dentallabore angewiesen zu sein. Gefräste oder digital verarbeitete Kronen zu erhalten, ist einfach. Wie bereits erwähnt, ist dafür nur ein einziger Besuch beim Zahnarzt nötig. So läuft der Prozess ab:

Erste Untersuchung/Befundung
Nachbeurteilung/Zahnpräparation
Digitales Design

Was ist die CEREC-Technologie?

Die CEREC-Technologie oder Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics ist ein moderner zahnmedizinischer Ansatz zur Herstellung von Restaurationen. Diese Technologie markiert den Wandel der Zahntechnik, da sie die sehr schnelle Anfertigung von Restaurationen ermöglicht. Sie arbeitet mit der CAD/CAM-Technologie bzw. dem computergestützten Design/der computergestützten Fertigung. Dieses System ermöglicht es Zahnärzten, Kronen und andere Restaurationen digital zu planen und zu gestalten, wodurch der Prozess deutlich schneller wird als zuvor. Wie wichtig sind Ästhetik und Passform der Krone?

Ästhetik und Passform einer Krone sind zwei sehr wichtige Faktoren. Sie bestimmen, wie sich Ihre Krone anfühlt und aussieht. Die ideale Ästhetik einer Krone lässt sie natürlich und realistisch wirken. Hinsichtlich der idealen Passform sollten keine Bissprobleme auftreten und die Konturen sollten den Zahn stützen.

Erste Untersuchung/Befundung

Es dauert einige Stunden oder höchstens einen Tag, um eine digital gestaltete Krone zu erhalten. Der erste Schritt für die Zahnärzte besteht darin, einen digitalen Scan Ihrer Zähne anzufertigen. Der Aufbau umfasst eine Intraoralkamera, die dem Zahnarzt Zugriff auf ein veränderbares, virtuelles dreidimensionales Bild ermöglicht. Nach dem vollständigen digitalen Zahnabdruck untersuchen die Zahnärzte die Zähne dann auf einem Bildschirm und nehmen Änderungen vor.

3D-Scan und digitales Design:

Nach der Zahnpräparation nimmt der Zahnarzt einen 3D-Scan Ihres Mundes oder des betreffenden Bereichs vor. Der Zahnarzt verwendet einen stabähnlichen Gegenstand mit einer Kamera am Ende, um 3D-Bilder aufzunehmen. Nach dem Import auf den Computer gestalten die Zahnärzte die Krone dann virtuell mit einer digitalen Software. Anschließend senden sie das Design an die Fräsmaschine, die dem Design folgt und die Krone herstellt. Es ist ein schneller und unkomplizierter Prozess, und Sie müssen sich keine Sorgen machen, falls Änderungen erforderlich sind. Sollte etwas schiefgehen, kann der Prozess ohne lange Wartezeit wiederholt werden. Das vorrangige Ziel ist es, Genauigkeit zu erreichen und sicherzustellen, dass die Kronenart richtig sitzt. Wenn Sie weitere Fragen zur CAD/CAM-Technologie und zur Kronenherstellung in unserer Klinik haben, kontaktieren Sie uns HIER.

So werden Kronen in einer CEREC-Maschine mithilfe der CAD/CAM-Technologie hergestellt:

Was ist der Unterschied zwischen dem Press-/Wachs- und dem Fräsverfahren?

Der wesentliche Unterschied zwischen gebrannten/gepressten/gewachsten und gefrästen Kronen liegt im Vorbereitungsprozess. Gepresste oder gebrannte Kronen erfordern einen manuellen Prozess, bei dem sowohl Arbeitsaufwand als auch Fachwissen notwendig sind. Vom Bissabdruck bis zur Schichtung der Krone ist hier ein erfahrener Zahntechniker entscheidend. Gefräste Kronen hingegen sind viel schneller und folgen einem automatisierten Ansatz. Auch bei diesem Prozess ist menschliche Arbeitskraft wichtig, doch der Eingriff ist minimal, da Computer den Großteil der Arbeit übernehmen. Die beiden Kronenarten unterscheiden sich auch durch den Zeitunterschied beim Einsetzen. Ein gebranntes oder gepresstes Zahnkronenverfahren dauert mindestens ein bis zwei Wochen, bis es fertig ist, während gefräste Kronen nur einen Tag benötigen, um fertiggestellt und eingesetzt zu werden.

Häufige Fragen zur Herstellung von Zahnkronen

Hier sind einige häufig gestellte Fragen, die Sie vielleicht interessieren. Wir haben unser Team gefragt, welche Fragen zur Kronenherstellung die Menschen immer wieder stellen, und hier sind einige davon.

Stellen Zahnärzte ihre Kronen selbst her?

Ja, dank des Fortschritts der Zahntechnik können Sie davon ausgehen, dass Zahnärzte in ihren Praxen Kronen vor Ort herstellen. Die CEREC- oder CAD/CAM-Technologie ermöglicht es Zahnärzten, eine dauerhafte Krone anzufertigen und sie noch am selben Tag einzusetzen. Die manuelle Methode der Kronenherstellung erfordert ein Dentallabor, in dem sie heißgepresst oder in einem Brennofen gebrannt werden. Dentallabore sind genauso wichtig wie moderne Dentaltechnologien, da sie eine einfache Anpassung und mehr Genauigkeit bei Restaurationen ermöglichen.

Wie werden Kronen heute hergestellt?

Kronen werden heutzutage sowohl manuell als auch digital hergestellt. Dentallabore fertigen heißgepresste oder gebrannte Kronen für Zahnkliniken und ihre Patienten an. Da sich auch die Technologien in den Dentallaboren weiterentwickelt haben, können Sie davon ausgehen, dass Kronen schon in wenigen Tagen verfügbar sind. CEREC ist eine digitale Technologie, mit der Zahnärzte Kronen in nur wenigen Minuten fräsen können. Der gesamte Prozess von der Untersuchung über die Planung bis zur Herstellung ist digital, sodass er deutlich komfortabler ist.

Wie werden Keramikkronen hergestellt?

Keramikkronen sind ideal für die Zahnrestauration, da sie sehr lange halten. Die meisten Vollkeramikkronen werden in Dentallaboren heißgepresst oder gebrannt. Mittlerweile ist jedoch auch die CEREC-Technologie für die Herstellung von Keramikkronen verfügbar. Mit der CEREC- oder CAD/CAM-Technologie können Sie Kronen in einer einzigen Sitzung in der Zahnarztpraxis erhalten. Das können Sie erwarten, wenn Sie von Anfang bis Ende hochwertige und unkomplizierte zahnmedizinische Leistungen suchen:

Wo werden Zahnkronen hergestellt?

Zahnkliniken verfügen über Dentallabore, in denen die Herstellung von Zahnrestaurationen, einschließlich Kronen, erfolgt. Dank des technologischen Fortschritts ist es heute jedoch auch möglich, Kronen digital herzustellen und zu verarbeiten. Viele Zahnkliniken bieten heute sowohl traditionelle als auch moderne Technologien an. Bei der traditionellen Methode werden Zahnabdrücke an das Labor gesendet, wo ein schrittweiser Prozess stattfindet. Die moderne Technologie hingegen umfasst die Herstellung verschiedener Kronenarten in einer automatischen Fräsmaschine namens CEREC.

Woraus bestehen moderne Kronen?

Die CEREC- oder CAD/CAM-Technologie ermöglicht die Herstellung und Gestaltung von Kronen mit einer digitalen Software. Das Beste an diesen Kronen ist, dass ihr Einsetzen maximal zwei Tage dauert. Alles, vom Zahnabdruck bis zur Anwendung, geschieht in der Praxis und in kürzester Zeit.

Sind traditionelle gepresste Kronen besser oder die modernen gefrästen?

Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Wenn Zeit ein wichtiger Faktor ist, sind CEREC-Kronen besser für Sie geeignet. Sie sind schnell und in einer einzigen Sitzung erhältlich. Wenn jedoch auch die Qualität und Haltbarkeit Ihrer Krone wichtig sind, sind traditionelle Kronen die beliebtere Wahl. CEREC-Kronen mögen schneller sein, aber sie sind nicht so langlebig wie die traditionellen.

Zhang Y, Kelly JR. Dental Ceramics for Restoration and Metal Veneering. Dent Clin North Am. 2017;61(4):797-819.

Shanna Freeman, Making crowns, www.health.howstuffworks.com, 2017.

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