
Der Knochenabbau an den Zähnen, auch als alveolärer/parodontaler Knochenabbau oder Osteonekrose des Kiefers bezeichnet, beschreibt den Rückgang des Knochens, der die Zähne umgibt und stützt.
Dieser Zustand steht häufig im Zusammenhang mit Zahnverlust oder bestimmten Zahnerkrankungen. Er kann zu lockeren Zähnen, einer Fehlstellung des Bisses und verschiedenen Verformungen im Mundbereich führen und birgt erhebliche Komplikationen für die Zahngesundheit.
Es stehen mehrere Methoden und Behandlungen zur Verfügung, um den Knochenabbau zu verhindern und zu verringern, etwa Zahnimplantate oder Knochentransplantate.
Hier ein kurzer Überblick darüber, was Sie am Ende dieses Artikels erfahren haben:
- Knochenabbau an den Zähnen ist ein ernstes Gesundheitsproblem.
- Er muss fachärztlich behandelt werden.
- Es gibt mehrere Möglichkeiten, ihn vorzubeugen und zu verlangsamen.
- Es gibt verfügbare Behandlungen wie Knochentransplantation und LANAP (laser-assisted new attachment procedure).
Was ist Knochenabbau an den Zähnen?
Wenn der Kieferknochen, der Ihre Zähne stützt, sich zurückbildet, kommt es zum Knochenabbau an den Zähnen. Das kann durch unbehandelten Zahnverlust oder durch Erkrankungen wie Parodontitis geschehen. Sowohl der Oberkiefer (Maxilla) als auch der Unterkiefer (Mandibula) können betroffen sein. Unabhängig vom Alter kann jeder Mensch einen Knochenabbau erleben.


Was verursacht Knochenabbau an den Zähnen?
Knochenabbau an den Zähnen kann durch zahlreiche äußere oder innere Faktoren verursacht werden, darunter:
- Traumata
- Verletzungen
- Fehlende Zähne
- Parodontalerkrankungen
- Infektionen
- Tumoren
Anzeichen für frühen und fortgeschrittenen Knochenabbau
Wer die frühen Anzeichen eines Knochenabbaus an den Zähnen erkennt, kann den Zustand leichter in den Griff bekommen, bevor er sich verschlimmert.
Im Folgenden haben wir eine übersichtliche Tabelle zusammengestellt, die Ihnen hilft, diese zu erkennen:
| Frühe Anzeichen | Fortgeschrittene Anzeichen |
| Zunahme der Zahnempfindlichkeit | Schwierigkeiten beim Sprechen |
| Beschwerden beim Kauen | Eingeschränkte Kaufähigkeit |
| Freiliegende Zahnwurzeln | Malokklusion |
| Mundgeruch | Nach innen einsinkende Lippen |
| Neue Lücken zwischen den Zähnen | Faltenbildung im Mundbereich |
| Zahnfleischbluten | Lockerer Zahn |
| Stechender Schmerz | Zusammenfallen der Gesichtsstruktur |
Ist Knochenabbau an den Zähnen ernst?
Ja, Knochenabbau an den Zähnen ist ein ernstes Problem. Bleibt er unbehandelt, baut sich der Kieferknochen immer weiter ab, sodass Sie weitere Zähne verlieren. Hinzu kommt: Es bleibt nicht bei Ihrem Zahn – der Abbau kann Ihre Gesichtsstruktur verändern und neben den Schmerzen zu Schwierigkeiten beim Sprechen und Essen führen.
Deshalb sind regelmäßige zahnärztliche Vorsorge und die schnellstmögliche Behandlung von Zahnproblemen entscheidend, um weitere Komplikationen zu vermeiden und Ihre Mundgesundheit zu erhalten.
Wie schnell tritt Knochenabbau an den Zähnen auf?
Laut einer 1982 im Journal of Periodontology veröffentlichten Studie kann alveolärer Knochenabbau sehr schnell auftreten. Wir sprechen hier von einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten. Wie schnell es jedoch geschieht, hängt von einigen Faktoren ab. Wenn Sie zum Beispiel über 35 sind und ein Zahn entfernt wurde, ohne dass ein Implantat gesetzt wurde, kann der Abbauprozess schneller ablaufen als bei einer Person in den Zwanzigern in derselben Situation. Weitere Faktoren, die diesen Prozess beschleunigen, sind:
- Kalziummangel
- Nasennebenhöhlenprobleme
- Schlechte Zahnstellung
- Angeborene Erkrankungen, die die Knochen betreffen
- Rauchen
- Zahnprothesen
- Durch Trauma verursachte Verformungen
Wenn Sie also unsicher sind, ist es wichtig, möglichst bald einen Zahnarzt aufzusuchen, um eine frühzeitige Diagnose zu erhalten.
Wie viel Knochen muss verloren gehen, bevor ein Zahn ausfällt?
Laut einer im Journal of Clinical Periodontology veröffentlichten Studie gelten Frontzähne mit 50 % Knochenabbau, Prämolaren mit 48 % Knochenabbau und Molaren mit 42 % Knochenabbau als verloren und sollten gezogen werden. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass die Zähne von selbst ausfallen, was zu größeren Problemen führen kann. Genau deshalb ist eine frühzeitige Behandlung unerlässlich.
In welchem Alter beginnt der Knochenabbau?
Der Knochenabbau beginnt in der Regel etwa ab dem 35. Lebensjahr, ähnlich der altersbedingten skelettalen Osteopenie. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenmasse allmählich ab, was verschiedene Körperbereiche betrifft, darunter auch den Kiefer. Dieses Alter muss jedoch nicht für jeden gleich sein, da wir alle unterschiedliche Lebensgewohnheiten, erbliche Veranlagungen und unterschiedliche Umweltfaktoren haben, denen wir ausgesetzt sind.
Ist Knochenabbau umkehrbar?
Wenn bei Ihnen noch kein vollständiger Verlust vorliegt, ist es noch nicht zu spät, eine Verschlimmerung zu verhindern. Bereits verlorener Knochen regeneriert sich jedoch nicht von selbst. Keine Sorge: Dank Behandlungen wie Knochentransplantation und LANAP (laser-assisted new attachment procedure) können Sie diesen Bereich stärken.
Bei Transplantaten können Zahnärzte das aus einem anderen Bereich entnommene Gewebe ersetzen oder den Bereich mit synthetischen Pulvern auffüllen. Sie können auch Weichgewebetransplantate bei zurückweichendem Zahnfleisch durchführen, die Ihre Knochen bedecken sollen. Transplantierter Knochen ist jedoch nicht so stabil wie Ihr natürlicher Knochen, füllt den Bereich aber dennoch recht fest aus und hilft Ihnen, Ihre Zahngesundheit zu erhalten.
Wie man Knochenabbau an den Zähnen auf natürliche Weise behandelt
Leider lässt sich ein vollständiger Knochenabbau an den Zähnen nicht auf natürliche Weise behandeln. Sie können ihm jedoch vorbeugen und den Prozess durch eine gute Mundhygiene und rechtzeitige Vorsichtsmaßnahmen verlangsamen. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie in einer Klinik herausfinden können, ob es bereits zu spät ist. Nachdem dies durch verschiedene Tests und bildgebende Verfahren geklärt wurde, können Sie die verfügbaren Möglichkeiten mit einer Fachzahnärztin oder einem Fachzahnarzt besprechen.
Welches Vitamin ist gut bei Knochenabbau an den Zähnen?
Die Vitamine A, B, C, D und K sind bei Knochenabbau an den Zähnen entscheidend. Außerdem ist es notwendig, ausreichend Kalzium, Kalium und Phosphor aufzunehmen.
Wie man Knochenabbau an den Zähnen verlangsamt
Um den Knochenabbau an den Zähnen zu verlangsamen und ihm vorzubeugen, können Sie Folgendes versuchen:
- Gute Mundhygienegewohnheiten
- Eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung
- Reichlich Wasser trinken
- Regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen
- Behandlung von Zahnfleischentzündungen
Neben unseren Empfehlungen gibt es für Ihre individuelle Situation möglicherweise weitere Wege, den Prozess des Knochenabbaus zu verlangsamen. Am besten lassen Sie sich dazu von einer Fachzahnärztin oder einem Fachzahnarzt beraten, um diese Möglichkeiten herauszufinden.
Wie teuer ist ein Knochentransplantat?
Die Kosten eines Knochentransplantats hängen von mehreren Faktoren ab, etwa von der Art des Transplantats, der Erfahrung des Chirurgen und dem Ort der Behandlung. Im Ausland, in Ländern wie Deutschland oder dem Vereinigten Königreich, kann eine Knochentransplantation in die Tausende von Euro gehen, sobald Eingriff, Narkose, Klinikgebühren und zusätzliche Materialien hinzukommen. Bei Dentfix in Istanbul sind die Kosten weitaus geringer, und da ein Transplantat in der Regel zusammen mit Behandlungen wie Zahnimplantaten geplant wird, erstellen wir Ihnen ein klares Komplettangebot.
Der zuverlässigste Weg, um genau zu erfahren, was Ihr Fall kosten wird, ist Ihre kostenlose Online-Beratung und Behandlungsplanung mit unserem Team – kostenlos und völlig unverbindlich.
- Page RD, Altman LC, Ebersole JL, et al. Rapidly Progressive Periodontitis: A Distinct Clinical Condition. Journal of Periodontology. 1983;54(4):197-209. doi:https://doi.org/10.1902/jop.1983.54.4.197
- Splieth C, Giesenberg J, Fanghanel J, Bernhardt O, Kocher T. Periodontal attachment level of extractions presumably performed for periodontal reasons. Journal of Clinical Periodontology. 2002;29(6):514-518. doi:https://doi.org/10.1034/j.1600-051x.2002.290607.x
- Gulsahi A, Paksoy C, Ozden S, Kucuk N, Cebeci A, Genc Y. Assessment of bone mineral density in the jaws and its relationship to radiomorphometric indices. Dentomaxillofacial Radiology. 2010;39(5):284-289. doi:https://doi.org/10.1259/dmfr/20522657


