
Wenn Sie nicht wissen, welche Arten von Zahnprothesen es gibt und welche zu Ihnen passt, ist dieses Kapitel genau das Richtige für Sie. Je nach Budget und Situation können Sie aus verschiedenen Prothesentypen wählen. Das Beste an Zahnprothesen ist ihre individuelle Anpassbarkeit.
Sie haben die Wahl aus einer Vielzahl von Optionen – von herausnehmbar bis festsitzend, von vollständig bis teilweise, aus Acryl, Keramik oder Metall. In diesem Kapitel erfahren Sie alles darüber.
Permanente Zahnprothesen
Wenn wir das Wort Zahnprothese hören, denken wir an alte Menschen aus Zeichentrickfilmen, deren Gebiss nachts im Wasserglas neben dem Bett liegt. Doch das sind längst nicht die einzigen. Aber was genau gibt es für Arten von Zahnprothesen?
Permanente Zahnprothesen werden chirurgisch im Kiefer verankert, um fehlende Zähne zu ersetzen. Sie halten viele Jahre und funktionieren wie echte Zähne. Außerdem halten sie länger als andere Varianten, da sie auf Implantaten sitzen. Man bezeichnet sie auch als Implantatprothesen, und sie sind im Unterkiefer besonders erfolgreich.
Festsitzende Zahnprothesen
Es gibt zwei Arten von Zahnprothesen: festsitzende und nicht festsitzende. Festsitzende Prothesen entsprechen den permanenten Prothesen, da Sie sie nicht herausnehmen können. Zahnärzte verankern sie meist mithilfe von 4 bis 6 Metallimplantaten im Kiefer. So sitzt die Prothese fest, verrutscht nicht und verursacht keine Passungsprobleme.
Obwohl davon abgeraten wird, verwenden manche Zahnärzte auch Haftcreme, um festsitzende Prothesen zu befestigen. Dentalkleber macht Prothesen jedoch schnell instabil, und sie halten dann oft nicht länger als ein paar Monate. Festsitzende Prothesen gibt es sowohl für den teilweisen als auch für den vollständigen Zahnersatz.
Hier ist eine Liste der festsitzenden Prothesen, die für Ihre zahnärztlichen Bedürfnisse infrage kommen:
- Festsitzende Acrylprothesen
- Festsitzende Hybridprothese
- Implantatgetragene Prothesen
- Deckprothesen
- Hybridprothesen
Auch als Kunststoffprothesen bekannt, sind festsitzende Acrylprothesen heutzutage weit verbreitet. Sie unterscheiden sich von herausnehmbaren Acrylprothesen, da sie nicht abnehmbar sind. Die meisten Zahnkliniken setzen All-on-4-Implantate unter die Prothese, um sie zu fixieren. Anders als herausnehmbare Acrylprothesen sind sie praktischer, weil Sie sie nicht herausnehmen müssen. Zudem sind sie recht preisgünstig und halten länger als herausnehmbare Varianten.
Festsitzende Hybridprothese
Eine weitere heute verbreitete Prothesenart ist die festsitzende Hybridprothese. Auch bei diesem Typ wird die Prothese fest verankert. Eine All-on-4-Implantatstruktur unter dem Kiefer hält die Prothese an Ort und Stelle. Bei Hybridprothesen kommen zwei verschiedene Restaurationsmaterialien zum Einsatz. So kann die Prothese beispielsweise aus Acryl bestehen, während das Implantat aus Gold oder Titan gefertigt ist. Da es sich um eine Kombination zweier Materialien handelt, ist eine individuelle Anpassung möglich.
Früher wurden Prothesen ausschließlich als herausnehmbarer Zahnersatz verwendet. Heute bieten sie dank fortschrittlicher Technik eine deutlich zuverlässigere Lösung für den Zahnersatz. Sie sind nun fixierbar und sitzen auf langlebigen Implantaten, die sie von der Wurzel her stützen. Moderne Prothesen sorgen für ein rundum schönes Lächeln. Implantatgetragene Prothesen halten im Durchschnitt 5 Jahre länger als herkömmliche herausnehmbare Modelle.
Heutzutage gibt es zahlreiche Prothesenvarianten. Deckprothesen gehören zu den neueren Versionen herausnehmbarer Prothesen. Sie ähneln stark den herkömmlichen herausnehmbaren Prothesen, sitzen jedoch auf Implantaten. Die Implantate bieten Pfosten, die die Prothese halten und die Funktion echter Zähne übernehmen. Sie können sie jederzeit herausnehmen, indem Sie die Implantatpfosten verbinden. In vielerlei Hinsicht sind sie eine moderne Variante herkömmlicher herausnehmbarer Prothesen, bedecken jedoch nicht den Gaumen. Dadurch sind sie auch deutlich angenehmer zu tragen.
Hybridprothese
Hierbei handelt es sich um abnehmbare Prothesen, die sich am besten für Menschen mit ausgeprägtem Zahnverlust eignen. Acryl ist bei dieser Prothesenart üblicher, was sie kostengünstiger macht. All-on-4- oder All-on-6-Implantate halten die Ober- und Unterkieferprothese fest an ihrem Platz. Die Ersatzzähne bestehen aus Acryl, während die Implantatpfosten aus Titan oder Gold gefertigt sind.
Herausnehmbare Zahnprothesen
Auch als abnehmbare Prothesen bekannt, lassen sich diese Prothesen jederzeit nach Bedarf herausnehmen. Es handelt sich um die herkömmlichere Prothesenart ohne Implantatabstützung. Sie sollen fehlende Zähne ersetzen, vor allem aber dem Patienten ermöglichen, wieder wie zuvor zu essen und zu sprechen. Acryl ist bei dieser Prothesenart üblicher und sie ist individuell anpassbar. Es gibt sie auch als gebrauchsfertige Prothesen, doch solche sitzen meist nicht gut. Passungenauigkeiten können zahlreiche zahnärztliche Probleme verursachen, etwa wundes Zahnfleisch, Knochenabbau und mehr. Nachfolgend eine Liste der herausnehmbaren Prothesen für unterschiedliche zahnärztliche Situationen:
- Teilprothese (herausnehmbare Teilprothesen)
- Flexible Prothesen
- Günstige Standardprothesen
Eine herausnehmbare Teilprothese ist eine Prothese, die eine Brücke aus Ersatzzähnen trägt. Sie ersetzt mehr als einen fehlenden Zahn in einer Reihe. Sie wird durch eine Metallklammer gehalten, die das Herausnehmen der Prothese ermöglicht. Sie ist aus Acryl, Keramik oder Komposit erhältlich. Die Basis besteht aus Kunstharz, das wie echtes Zahnfleisch aussieht. Man sollte sie mindestens 7 bis 8 Stunden am Tag tragen und vor dem Schlafengehen herausnehmen.
Diese Prothesen bieten einige Vorteile. Anders als herkömmliche Prothesen besitzen sie keine Metallklammer zur Befestigung. Das Hauptmaterial der Basis dieser Prothese ist Nylon oder dünnes Thermoplast. Sie sind angenehm zu tragen, da die Basis weich ist und gut am Zahnfleisch haftet. Sie fühlen sich nicht zu eng an und lassen sich leicht herausnehmen. Außerdem eignen sie sich hervorragend für Menschen, die gegen Acryl allergisch sind.
Sie gehören zu den günstigsten Prothesenarten. Standardprothesen sind generische Prothesen, die in einer einzigen Sitzung eingesetzt werden können. Der Nachteil dieser Prothesen besteht darin, dass sie nur in einer Standardfarbe und -form erhältlich sind, sodass eine individuelle Anpassung nicht möglich ist. Sie sind zwar günstig, sitzen aber mangels Anpassung schlecht und verursachen viele zahnärztliche Probleme.
Provisorische Zahnprothesen
Auch als Sofortprothesen bekannt, setzen Zahnärzte sie nach Zahnextraktionen vorübergehend ein. Sie werden nur für eine begrenzte Zeit getragen, bis die endgültigen Prothesen fertig sind. Da es sich um vorgefertigte Prothesen handelt, sitzen sie möglicherweise nicht gut und verrutschen häufig. Die ständige Bewegung kann einen Würgereiz auslösen und unangenehm sein. Üblicherweise werden sie 6 Monate lang getragen, bis die endgültigen Prothesen fertig sind, und sind nicht herausnehmbar. Zu den Arten provisorischer Prothesen gehören:
- Herausnehmbare Prothese
- Herausnehmbare Teilprothese
- Provisorische herausnehmbare Prothese
- Provisorische herausnehmbare Teilprothese
- Sofortprothesen
Es handelt sich um teilweise oder vollständige Ersatzzähne, die herausnehmbar sind. Die vollständigen Varianten besitzen eine Basis aus Nylon, Metall oder Acryl, die am Gaumen haftet. Heutzutage gibt es auch einrastende vollständige herausnehmbare Prothesen. Sie lassen sich deutlich leichter handhaben und verrutschen kaum, sodass Sie ihre Position nicht ständig korrigieren müssen. Ihre Mundgesundheit kann sich verschlechtern, wenn Sie Mund und Prothese nicht ausreichend reinigen. Wir empfehlen außerdem, sie nicht länger als 8 Stunden zu tragen und vor dem Schlafengehen herauszunehmen.
Dies ist eine Prothese, die Ihnen helfen kann, wenn Ihnen zwei oder mehr aufeinanderfolgende Zähne fehlen. Sie stellt Ihr Lächeln wieder her und verbessert dessen Ästhetik. An der Basis des künstlichen Zahnfleisches befinden sich Metallklammern, um die Prothese über dem Zahnfach zu befestigen. Manche Teilprothesen besitzen kein Metallgerüst und wirken völlig natürlich. Sie verfügen über sogenannte „Präzisionsverbindungen“ zur Befestigung der Prothese.
Es handelt sich um abnehmbare Prothesen, die Zahnärzte Ihnen nach Extraktionen einsetzen. Sie sind für den vorübergehenden Gebrauch bestimmt, bis Sie Ihren endgültigen Zahnersatz erhalten. Sie dienen lediglich dazu, dass Sie ohne Beeinträchtigung essen, sprechen und lächeln können. Außerdem unterstützen sie die Heilung Ihres Zahnfleisches, während Sie auf Ihre permanenten Prothesen warten. Es gibt sie aus verschiedenen Materialien, am häufigsten aus Nylon, Acryl und Metall. Sie haften auf natürliche Weise am Gaumen, doch bei Mundtrockenheit benötigen Sie möglicherweise Haftcreme.
Wie der Name schon sagt, ist sie für einen teilweisen und nicht für einen vollständigen Zahnersatz gedacht. Zahnärzte empfehlen sie, wenn Ihnen nur wenige Zähne fehlen. Es handelt sich um provisorische Teilprothesen für die Zeit, bis Sie Ihre endgültigen Prothesen erhalten. Sie bestehen aus einem benutzerfreundlichen Metallgerüst, mit dem sich die Prothese bei Bedarf herausnehmen und einsetzen lässt. Zahnärzte bitten Sie in der Regel, diese Prothesen mindestens 3 bis 6 Monate zu tragen, bis Ihre endgültigen Prothesen fertig sind.
Provisorische festsitzende Prothese
Auch diese sind für den vorübergehenden Gebrauch gedacht, bis Ihre endgültigen Prothesen fertig sind. Sie werden vorübergehend an Ihrem Kiefer befestigt, damit Sie problemlos essen, sprechen und lächeln können. Auch wenn sich Ihr Kiefer erst an sie gewöhnen muss, lernen Sie mit der Zeit, mit ihnen zurechtzukommen. Zahnärzte fixieren sie mit Haftmitteln, damit sie halten, bis Ihre endgültigen Prothesen fertig sind. Da sie nicht maßgefertigt sind, empfehlen wir, sie nicht länger als nötig zu tragen.
Provisorische festsitzende Teilprothese
Dies ist eine provisorische Prothesenart, die man benötigt, um einige wenige fehlende oder beschädigte Zähne zu ersetzen. Zahnärzte setzen sie nach Extraktionen vorübergehend mit Haftmitteln ein. Sie sind für die Funktionsfähigkeit der Zähne erforderlich, bis die neuen, endgültigen Prothesen fertig sind. Ihre Maße sind weniger als ideal, da sie vorgefertigt sind und nur vorübergehend funktionieren. Wir empfehlen, sie nicht länger zu tragen, als Ihr Zahnarzt es empfiehlt.
Es handelt sich um vorgefertigte Prothesen, die Zahnärzte unmittelbar nach Extraktionen einsetzen. Sie benötigen keine individuelle Anpassung, da sie generisch sind. Bei dieser Prothesenart gibt es keine Wartezeit, sodass Sie nicht mehr als einen Zahnarzttermin benötigen. Sie eignen sich nur für den vorübergehenden Gebrauch – nicht länger als 6 Monate. In den meisten Fällen sind sie herausnehmbar und verfügen über ein Metallgerüst zum Ein- und Aussetzen. Ein zahnärztlicher Eingriff ist notwendig, wenn Sie sie als endgültige Prothesen weitertragen möchten.
Materialarten für Zahnprothesen
Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Materialien für Zahnprothesen. Die Zeiten, in denen nur Acryl zur Verfügung stand, sind vorbei. Heute können Sie aus einer Vielzahl von Optionen wählen – von Acryl über Keramik bis hin zu Nylon, Keramik und Komposit. Hier ist eine umfassende Liste der Prothesenmaterialien und ihrer jeweiligen Vorzüge:
- Acrylprothesen
- Keramikprothesen
- Nylonprothesen
- Acrylharzprothesen
- Kompositprothesen
- Titanprothesen
Dies ist eines der ältesten Materialien für Zahnprothesen. Acryl ist ein Kunststoff, der sich leicht formen lässt, um echten Zähnen ähnlich zu sehen. Die gesamte Prothese – von den Zähnen bis zum Zahnfleisch – besteht aus Acryl. Es ist die beliebteste Wahl für Prothesen, da sie günstiger sind als andere Materialien. Der größte Nachteil von Acrylprothesen ist, dass sie nicht so natürlich aussehen wie Keramik oder Komposit. Außerdem halten sie nicht so lange, da Acryl schneller verschleißt. Zudem sind viele Menschen gegen Acryl allergisch, weshalb Sie dies vorab mit Ihrem Zahnarzt besprechen sollten.
Diese Prothesen sind für ihre besonders natürliche Ästhetik beliebt. Keramik ist eine Mischung aus Keramik und Glas und liefert die realistischste Restauration. Sie ist deutlich härter als andere Materialien und hält daher hohen Kaukräften stand. Für Menschen mit ausgeprägtem Knochenabbau ist sie nicht ideal, da sie mehr Druck auf Kiefer und Zahnfleisch ausübt. Sie sind etwas teurer, da sie wesentlich langlebiger sind und die natürlichsten Ergebnisse liefern. Diese Kombination findet man bei anderen Prothesenmaterialien nur selten.
Diese Prothesen sind wegen ihres eleganten und dünnen Designs beliebt. Nylon und Thermoplaste sind die Hauptbestandteile ihrer Basis. Das Beste an diesen Prothesen ist, dass sie nicht so schwer sind wie Acryl- oder Metallprothesen. Dank des Nylons sind sie flexibel und fühlen sich am Zahnfleisch nicht zu eng an. Sie eignen sich gut für Teilersatz und fügen sich harmonisch in die übrigen Zähne ein. Aufgrund ihres durchdachten Designs können sie etwas teurer sein.
Acrylharzprothesen
Dies ist eine Art Acrylprothese mit einer Basis aus Harz, besser bekannt als Poly(methylmethacrylat). Sie eignen sich besser, wenn jemand eine künstliche Zahnfleischlinie benötigt. Mit Acrylharz lassen sich realistisch wirkende Zahnfleischpartien leichter herstellen. Sie sind kostengünstig und in kurzer Zeit gefertigt. Studien zufolge haben Patienten zudem weniger Anpassungsprobleme. Harz kann für den Kiefer etwas starr sein, sodass ein höheres Risiko für Zahnfleischprobleme, Knochenabbau und Würgereiz besteht.
Dies ist eine weitere günstige Option für Patienten, denen einige oder die meisten ihrer Zähne fehlen. Sie bieten einen vollständigen oder teilweisen Satz künstlicher Zähne aus Kompositmaterialien. Ihre Basis besitzt ein Metallgerüst und sie sind etwas kleiner als Acrylprothesen. Das Metallgerüst kann auf Dauer Probleme für Zahnfleisch und Kieferknochen verursachen.
Diese Prothesen besitzen ein robustes, aber dünnes Gerüst. Die Basis besteht zu 100 % aus Titan und hält die Prothese zusammen. Sie sind für herausnehmbare Prothesen vorzuziehen, da Metalle für den Kieferknochen starr sein können. Der größte Vorteil von Titanprothesen ist ihre Biokompatibilität und Allergiefreiheit. Daher kann sie jeder erhalten, ohne sich über mögliche allergische Reaktionen Gedanken machen zu müssen. Da Metall für den Kieferknochen etwas starr sein kann, ist es für Menschen mit ausgeprägtem Knochenabbau möglicherweise weniger geeignet.
Wie lange halten Zahnprothesen?
Eine genaue Antwort können wir Ihnen darauf nicht geben, denn die Lebensdauer einer Prothese hängt von Material und Qualität ab. Hier ist eine Tabelle mit der durchschnittlichen Lebensdauer jeder Prothese je nach Prothesenart:
| Prothesenmaterial | Prothesentyp | Haltbarkeit |
| Acryl | Vollprothesen | 3 – 5 Jahre |
| Acryl | Teilprothesen | 2 – 3 Jahre |
| Keramikprothesen | Vollprothesen | 5 – 10 Jahre |
| Keramikprothesen | Teilprothesen | 10 – 15 Jahre |
| Metallprothesen | Vollprothesen | 3 – 5 Jahre |
| Metallprothesen | Teilprothesen | 5 – 10 Jahre |
| Nylon-/flexible Prothesen | Vollprothesen | 1 – 3 Jahre |
| Nylon-/flexible Prothesen | Teilprothesen | 3 – 5 Jahre |
Welche Zahnprothesen halten länger?
Die durchschnittliche Lebensdauer von Vollprothesen beträgt 5 bis 10 Jahre, während Teilprothesen mindestens 15 Jahre halten können. Im Vergleich dazu halten Keramikprothesen tendenziell länger als Acrylprothesen, da sie robuster sind. Sie haben eine höhere Stoßdämpfung und nutzen sich langsamer ab als Acrylprothesen. Daher beginnt der Verschleiß von Acryl deutlich früher als bei Keramik. Die Lebensdauer einer Prothese hängt auch davon ab, wie gut Sie sie pflegen. Wenn Sie Ihre Mundgesundheit vernachlässigen und nicht regelmäßig zur Kontrolle gehen, kann sich Ihre Prothese schneller abnutzen.
Woraus bestehen Zahnprothesen?
Die am häufigsten verwendeten Materialien für Zahnprothesen sind Kunststoff (in der Regel Acrylharz) oder Keramik.
Das lichtdurchlässige Erscheinungsbild von Keramik ähnelt dem eines natürlichen Zahns. Sie lässt sich in einer Farbe herstellen, die zu Ihren Zähnen passt. In manchen Fällen kann sie die bessere Wahl sein, etwa wenn eine Vollprothese erforderlich ist. Bei dieser Entscheidung sollte jedoch berücksichtigt werden, dass Keramik als Material schwerer ist. Daher ist sie möglicherweise nicht für jeden geeignet. Außerdem ist sie zerbrechlicher als Harz. Aufgrund ihrer harten Struktur besteht die Möglichkeit von Brüchen und Absplitterungen. Sie kann auch Ihre natürlichen Zähne beschädigen und muss daher mit größerer Vorsicht verwendet werden.
Prothesen aus Acrylharz nutzen sich hingegen leichter ab, brechen und reißen aber seltener. Außerdem sind sie günstiger und ihre Basis lässt sich leichter einpassen und anpassen. Da Acrylharz nicht so hart ist wie Keramik, ist es angenehmer und für Brücken besser geeignet.
Sowohl Acrylharz als auch Keramik benötigen eine Basis, um die Prothese zu halten. Diese wird als Platte bezeichnet. Die Materialien, aus denen diese Platte bestehen kann, sind Kunststoffe wie Polyester, Acrylharz oder Metalle wie Chrom und Kobalt. Acrylharz ist dafür bekannt, die Struktur des natürlichen Zahnfleisches besser nachzuahmen. Es trägt in der Regel einen künstlichen Zahn-Zahnfleisch-Rand. Metallplatten hingegen sitzen besser und werden für Teilprothesen bevorzugt.
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